Dein Denken
und dein Mögen
von Gerd W. Fischer
Dein Denken und
dein Mögen
Die stehn sich oft entgegen.
Worauf am
meisten du erpicht,
mein
lieber Freund – das
darfst du nicht.
Schon in der Schule
fing es an,
hast du mal
irgendwas getan,
der
Lehrer ganz entrüstet spricht,
das darfst
du nicht!
Und hast du mal einen Stern
und
möchtest
dies und jenes gern,
das
Mädchen
ist auf Zack und spricht:
„Das
darfst du nicht!“
Und wenn der Stern der Richtige war,
dann
führst
du sie zum Traualtar.
Du tust als Ehemann deine Pflicht
und
alles andere – darfst
du nicht.
Später dann,
nach Jahr und Tagen,
wenn dich tut das Alter plagen.
Quälen
Rheuma dich und Gicht,
dann
darfst du – doch
dann kannst du nicht
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