Dem Mühlenbauer Heinrich Born ist das Fahrrad gestohlen wor´n.
Und der grübelt hin und her ,wer der Dieb gewesen wär !
Plötzlich kam ihm´s ich in den Sinn - schnell rennt er zum Pfarrer hin.
Herr Pfarrer , mir ward mein Rad gestohlen, der Täufel soll den Lümmel holen,
es war noch kein bisschen verrostet , und hat 200 Euro gekostet!
Ich hab den Weg zu Ihnen genommen, weil mir ist ein Gedanke gekommen.
Zur Predigt könnte Sie mal wählen , das siebte Gebot : du sollst nicht stehlen!
Sie predigen doch immer so wundervoll, der Dieb könnte unter Andächtigen sein. Er geht bestimmt in sich hinein,
er bereut ´s vielleicht , und zu meinem Glück bringt er mein Rad zurück
Der Pfarrer sagt: " mir ist es recht , der Gedanke , ist nicht schlecht .
Ach ja , die Welt steckt voller Sünden , ich werde die zehn Gebote verkünden!"
Und am Sonntag hat er eine Rede geschwungen, dass allen haben die Ohren geklungen.
Montag´s hat er einen Gang unternommen, da sieht er einen Radler
entgegenkommen.
Weit reisst der Pfarrer seine Augen auf : Der Mühlenbauer hockt auf dem Fahrrad drauf.
" Ja, Mühlenbauer , ich muss schon sagen ,meine Rede hat schnell Frücht tragen!
Gott freut sich über den reuigen Dieb.
Er hat bestimmt in dunkler Nacht das Rad voller Reue zurück gebracht ? "Ach nee, Herr Pfarrer , so ist´s nicht gewesen,als sie am Sonntag den Text verlesen:
Du sollst nicht begehren deinen nächstes Weib ,fuhr´s siedenheiss mir durch den Leib . Ich musst mich an den Kopf kurz fassen, nun wusst ich , wo ich´s Rad hab stehen lassen.
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