Die Oma

eingesandt von Jeints

Ist heute eine Oma alt und krank, dann gilt dem Norbert Blüm ihr Dank.
Was der geschaffen, ist ein Segen, denn die Familie darf jetzt pflegen.
Dafür gibt es Geld, ist es zu fassen? Das Geld kommt von den Krankenkassen.
Ein alter Mensch, der sonst ne Plage, wird jetzt zur Kapitalanlage.

Will man das Leben neu gestalten, kann man sich eine Oma halten.
Früher war für sie kein Platz, doch heute bei dem Pflegesatz,
ist keine Wohnung mehr zu klein, passt immer noch ne Oma rein.

Ist sie im Kopf nicht ganz dabei, dann kriegt sie Pflegestufe zwei.
Mit einem Schaden an der Waffel, gibt es schon die nächste Pflegestaffel.
Bei monatlich 800 Mark, da wird die Nächstenliebe stark.

Da ist auch noch die Witwenrente, die man noch kassieren könnte.
Damit das Leben ihr gefällt, kriegt sie davon auch Taschengeld.
Sie kann davon auch noch was sparen.
Das braucht sie irgendwann gewiss, für eine Brille und Gebiss.

Ist sie im Urlaub dann im Wege, kommt sie in die Kurzzeitpflege.
Da fühlt sie sich nicht so verletzt, als wenn man sie im Wald aussetzt.
Und von der Kirche kommt noch Segen, für das liebevolle Pflegen.
Weil sich der liebe Gott so freut, wenn alte Menschen gut betreut.

Wenn Oma dann Geburtstag hat, gib es Kuchen,Wein und Sahne satt.
Und alle ihre Gläser heben, wünschen ihr ein langes Leben.
Da weiß man, dass die gar nicht scherzen,
denn das wünschen sie von Herzen.