Die Zugfahrt

eingesandt von Michaela Vollmers

Ein Spiel, geeignet für alle Festlichkeiten, Personenzahl: je mehr, je lustiger.

Ich selbst habe es bisher auf Hochzeiten vorgetragen/vormachen lassen (mit insgesamt ca. 20 Zug-Insassen).

Es geht dabei um eine Zugfahrt. Man erzählt eine frei erfundene Reise mit dem Zug (vorab schriftlich formuliert oder spontan vor Ort). Länge der Erzählung: beliebig. Dabei kommt es recht gut an, wenn der Zug markante Stellen im Leben des Brautpaares/des Jubilars ansteuert, bzw. passiert. Wichtig ist, dass die Geschichte mit einer Fahrt durch einen langen, schwarzen Tunnel endet.

Doch bevor dieses Spiel/diese Zugfahrt stattfinden kann, ist es wichtig, die Akteure auszu-
wählen: und zwar die eine Hälfte der Mitspieler schon vorher HEIMLICH aus der Festrunde führen, in das Spiel einweihen und deren Handinnenflächen mit schwarzer, wasserlöslicher Theater/Karnevals-Schminke einreiben. Danach mischen sich die Mitspieler wieder unters Feiervolk. Danach natürlich umgehend mit dem Spiel beginnen, da es sich mit schwarzen Händen (die auch noch unentdeckt bleiben müssen) nicht wirklich mehr viel feiern/trinken lässt.

Man lässt dann entsprechend eine Stuhlreihe stellen und setzt nun wie folgt die Personen hintereinander:

unwissende Person (vielleicht das Geburtstagskind/der Bräutigam als Lokführer) - wissende Person mit schwarzen Händen - unwissende Person - wissende Person mit schwarzen Händen - unwissende Person usw.

Wenn alle Zugpassagiere Platz genommen haben, geht die Fahrt los, die Geschichte wird erzählt, zum Schluß kommt die Fahrt durch den
" langen, schwarzen Tunnel, es wird dunkel, wir halten unserem Vordermann die Augen zu".
Tja, und wenn dann der Tunnel vorbei ist, wird die "Bescherung" erkennbar: die unwissenden Mitspieler haben alle sozusagen rußverschmierte, kohlengeschwärzte Augen. Das Gelächter ist garantiert groß. Doch vorsichtig: die unwissenden Personen sollten - soweit bekannt und abschätzbar - auf jeden Fall Spaß verstehen können. Vor allem Brillenträger und eitle Zeitgenossen finden es schon mal nicht so lustig und die Braut muß es ja nun auch nicht unbedingt sein, die dran glauben muß...!

Tipp: evtl. die Namen der handschwarzgefärbten Mispieler aufschreiben - wenn es sehr viele sind - , damit auch wirklich alle zum Einsatz kommen (vor Aufregung und Trubel kann dann auch schon mal einer vergessen werden).

Viel Spaß damit wünscht

Michaela Vollmers