Partyspiel: Eine Biergeschichte

von Arne Brückner

Eine Geschichte, aus der man Biersorten rauslesen muss. Als Partyaufgabe gedacht.
Und wer die meisten Biersorten erkennt, bekommt als Preis zum Beispiel einen Six-Pack aus den schönsten Biersorten der Welt. 

Dies ist eine Geschichte aus der Zeit um anno 1744.

Hell & Extrafrisch schien die Sonne durchs Fenster ins Braustübl. Rosé Bock, Salvatore, Korbinian, Knecht Ruprecht und der Herr Kaltenberg saßen wie immer schon früh am Stammtisch. Rosé Bock ist die Freundin von Salvatore und ein Gedicht von einer Frau.

Naturtrübe Haut, helle Haare, kristallklare Augen. Einfach edel. Weisse Spitzenunterwäsche zeichnet sich unter dem fast durchsichtigen Rock ab. Das Schwarze Blüschen, denn als Bluse kann man es wahrlich nicht bezeichnen, ziert einen Winter-Traum-Körper.

Und auf dieses Fränkische Goldstück ist ausgerechnet Korbinian schon so lange scharf. Er winkt den Ober zu sich, bestellt sich ein Maingold Landbier, zündet sich eine Spezial Gold an, ohne Filter natürlich und betrachtet dann ausgiebig seine Traumfrau.

Der Ober, ein original Oettinger Urtyp, verstand aber nicht so recht was der Gast wollte und musste erst mal den Thuringia Braumeister fragen, was denn eigentlich ein Maingold Landbier ist? Nachdem er die Erklärung erhielt, dass dieses Bier dunkel und glutenfrei ist, edelherb im Geschmack und nur im Dresdner Felsenkeller gebraut wird, wusste er wieder, dass er dieses edle Getränk im Kellergewölbe im Kloster Andechs untergebracht hat.

Also machte er sich auf den Weg, nahm seinen Kumpel Laurentius, einen echten Harzer Urtyp mit breiten Schultern, mit und so verging die Zeit wie im Fluge. Sie konnten es sich sogar noch leisten, einen Abstecher zum Rotlichtviertel zu machen, um den Damen dort ihre Urkraft zu zeigen.

Als sie wieder im Braustübl ankamen, wartete Korbinian schon ungeduldig wie der weiße Löwe aus dem Film „Die Chroniken von Narnia“. Er packte den Ober am Zwickel, schimpfte ihn aus, er sei ein schwarzer Hahn, der nichts anderes als helle Weiße im Kopf hat und nur an die Weissbier Resi vom Knecht Ruprecht denkt und verpasste ihm noch eine ordentliche Kopfnuss, so dass ihm das Drachenblut aus der Nase lief.

Dass ließ sich der Ober jedoch nicht bieten, sprach: „Haste was auf Lager?“ und schon war die größte Keilerei im Gange, die das Braustübl je erlebt hat. Der Postillon kippte um, als Tannen Zäpfle durch die Gegend flogen. Die Garderobenbügel, Spezialanfertigung von Humorator, machten sich gut als Schlaginstrumente. Selbst das Achtern Diek blieb nicht verschont.

Der Wirt schrie:“ Das ist ja wohl nicht war!“ Steine rumpelten und das Red Lager, in dem die guten Weine aufbewahrt wurden, fiel in sich zusammen. Die einzige Unbeteiligte an der ganzen Schlägerei war die Rosé Bock. Ängstlich kauerte sie hinter einem Duckstein und murmelte leise in ihrem Kölschen Dialekt vor sich hin, dass doch alles bald vorbei sein möge.

Und bald standen wirklich nur noch zwei Männer aufrecht: Korbinian und Salvatore. Rosé Bock wusste nun nicht so richtig, wen sie lieber an ihrer Seite sehen möchte, denn auch ihr sind Korbinians Blicke nie entgangen. Und er ist ja auch ein verdammt scharfer Maibock, also eigentlich schon ein richtiger Doppel-Hirsch.

Aber sie wusste auch, wie aufbrausend er sein kann und dann wird er ganz schnell zum Mohrenköpfle. Also nahm sie unbemerkt ein Posthorn, gold glänzend, und zog es ihm über die Rübe. Und Viva Bavaria, gab sie ihrem Salvatore einen dicken Kuss und blieb mit ihm zusammen, denn alte Liebe rostet nicht.  

 

Auflösung ↓

Hell & Extrafrisch schien die Sonne durchs Fenster ins Braustübl. Rosé Bock, Salvatore, Korbinian, Knecht Ruprecht und der Herr Kaltenberg saßen wie immer schon früh am Stammtisch. Rosé Bock ist die Freundin von Salvatore und ein Gedicht von einer Frau.

Naturtrübe Haut, helle Haare, kristallklare Augen. Einfach edel. Weisse  Spitzenunterwäsche zeichnet sich unter dem fast durchsichtigen Rock ab. Das Schwarze Blüschen, denn als Bluse kann man es wahrlich nicht bezeichnen, ziert einen Winter-Traum-Körper.

Und auf dieses Fränkische Goldstück ist ausgerechnet Korbinian schon so lange scharf. Er winkt den Ober zu sich, bestellt sich ein Maingold Landbier, zündet sich eine Spezial Gold an, ohne Filter natürlich und betrachtet dann ausgiebig seine Traumfrau.

Der Ober, ein original Oettinger Urtyp, verstand aber nicht so recht was der Gast wollte und musste erst mal den Thuringia Braumeister fragen, was denn eigentlich ein Maingold Landbier ist? Nachdem er die Erklärung erhielt, dass dieses Bier dunkel und glutenfrei ist, edelherb im Geschmack und nur im Dresdner Felsenkeller gebraut wird, wusste er wieder, dass er dieses edle Getränk im Kellergewölbe im Kloster Andechs untergebracht hat.

Also machte er sich auf den Weg, nahm seinen Kumpel Laurentius, einen echten Harzer Urtyp mit breiten Schultern, mit und so verging die Zeit wie im Fluge. Sie konnten es sich sogar noch leisten, einen Abstecher zum Rotlichtviertel zu machen, um den Damen dort ihre Urkraft zu zeigen.

Als sie wieder im Braustübl ankamen, wartete Korbinian schon ungeduldig wie der weiße Löwe aus dem Film „Die Chroniken von Narnia“. Er packte den Ober am Zwickel, schimpfte ihn aus, er sei ein schwarzer Hahn, der nichts anderes als helle Weiße im Kopf hat und nur an die Weissbier Resi vom Knecht Ruprecht denkt und verpasste ihm noch eine ordentliche Kopfnuss, so dass ihm das Drachenblut aus der Nase lief.

Dass ließ sich der Ober jedoch nicht bieten, sprach: „Haste was auf Lager?“ und schon war die größte Keilerei im Gange, die das Braustübl je erlebt hat. Der Postillon kippte um, als Tannen Zäpfle durch die Gegend flogen. Die Garderobenbügel, Spezialanfertigung von Humorator, machten sich gut als Schlaginstrumente. Selbst das Achtern Diek blieb nicht verschont.

Der Wirt schrie:“ Das ist ja wohl nicht war!“ Steine rumpelten und das Red Lager, in dem die guten Weine aufbewahrt wurden, fiel in sich zusammen. Die einzige Unbeteiligte an der ganzen Schlägerei war die Rosé Bock. Ängstlich kauerte sie hinter einem Duckstein und murmelte leise in ihrem Kölschen Dialekt vor sich hin, dass doch alles bald vorbei sein möge.

Und bald standen wirklich nur noch zwei Männer aufrecht: Korbinian und Salvatore. Rosé Bock wusste nun nicht so richtig, wen sie lieber an ihrer Seite sehen möchte, denn auch ihr sind Korbinians Blicke nie entgangen. Und er ist ja auch ein verdammt scharfer Maibock, also eigentlich schon ein richtiger Doppel-Hirsch.

Aber sie wusste auch, wie aufbrausend er sein kann und dann wird er ganz schnell zum Mohrenköpfle. Also nahm sie unbemerkt ein Posthorn, gold glänzend, und zog es ihm über die Rübe. Und Viva Bavaria, gab sie ihrem Salvatore einen dicken Kuss und blieb mit ihm zusammen, denn alte Liebe rostet nicht.