Informationen und Tipps zum Umzug

Der Umzug in eine neue Wohnung ist für die meisten Beteiligten ein wichtiger Schritt, der mit viel Zeit und Vorsicht verbunden ist. Von der Kündigung des Mietvertrags über die Organisation von Umzugs-Lkw und Helfern bis hin zum Transport der Umzugskartons - nur mit viel Planung gelingt diese Aufgabe problemlos.

VOR DEM UMZUG: WOHNUNGSSUCHE

Für die Wohnungssuche stehen Interessierten zwei Möglichkeiten zur Verfügung:

1.
Internet:
Die
einfachste
und
modernste
Variante
ist
die
Wohnungssuche
online.
Anhand
von
Suchkriterien
wie
Wohnungsgröße
in
Quadratmetern,
maximaler
Miet-
beziehungsweise
Kaufpreis
sowie
gewünschte(r)
Stadt(teil)
kann
jeder
seine
Bedürfnisse
genau
anpassen.
Hinzu
kommt
der
Vorteil,
dass
man
sich
Angebote
per
E-Mail
zuschicken
lassen
kann
und
so
im
Besitz
einer
schriftlichen
Bestätigung
ist.
2.
Regionale
Zeitung:
Den
klassischen
Weg
über
die
Zeitung
gehen
nach
wie
vor
viele
Vermieter.
Sie
studieren
wochen-
oder
monatelang
die
Annonce
in
der
Tageszeitung
und
besichtigt
mehrere
Wohnungen.
Wichtig
zu
wissen
ist,
dass
viele
der
Zeitungen
eine
Online-Version
besitzen,
wo
die
Wohnungssuche
dank
Suchfunktion
um
ein
Vielfaches
leichter
fällt.

Tipp: Wer sucht, muss nicht nur Annoncen lesen, sondern kann sie auch selbst erstellen. Wohnungsanbieter kommen häufig aktiv auf Interessierte hinzu. Durch individuelle Absprachen fällt die Wohnungsbesichtigung dann viel leichter als zu fixen Zeitpunkten.

 

MIETRECHT: DAS SOLLTEN SIE WISSEN

Mieter, die sich frühzeitig zum bestehenden Mietrecht informieren, können Streit mit ihrem Vermieter vermeiden. Meinungsverschiedenheiten sind nur ärgerlich und können in der Regel vermieden werden. Die wichtigsten Fakten im Überblick:

 

MIETVERTRAG

Mietverträge werden grundsätzlich schriftlich, häufig mithilfe von vorgedruckten Entwürfen, geschlossen. Makler, Verlage, aber auch Haus- und Grundbesitzervereine geben diese Formularmietverträge aus. Auf vielen Seiten sind die Rechten und Pflichten beider Parteien aufgelistet, jedoch sind viele Vertragsklauseln überflüssig oder verschlechtern gar die gesetzlichen Mieterrechte. Einige Regeln:

*
Mieterhöhungen
sind
innerhalb
der
ersten
Jahre
bis
zur
ortsüblichen
Vergleichsmiete
möglich,
jedoch
maximal
um
20
Prozent
*
das
Mietverhältnis
ist
auf
unbestimmte
Zeit
begrenzt
*
Mieter
haben
eine
Kündigungsfrist
von
drei
Monaten
*
Vermieter
besitzen
Kündigungsfristen
zwischen
drei
und
neun
Monaten
*
Vermieter
benötigt
einen
gesetzlich
anerkannten
Kündigungsgrund
zur
Kündigung
des
Mieters

 

KÜNDIGUNGSSCHUTZ

Wie zuvor erwähnt, ist eine grundlose Kündigung des Vermieters nicht möglich. Einem vertragstreuen Mieter können Vermieter nur in Ausnahmen kündigen:

*
Eigenbedarf,
wenn
der
Vermieter
die
Wohnung
für
sich
oder
seine
Familie
nutzen
muss.
*
Wenn
durch
die
Mietverhältnisse
erhebliche
finanzielle
oder
wirtschaftliche
Nachteile
entstehen.

Für gesetzlich anerkannte Kündigungsgründe gelten die gesetzlichen Kündigungsfristen:

*
bei
einer
Wohndauer
von
bis
zu
5
Jahren:
3
Monate
*
bei
einer
Wohndauer
von
5
bis
9
Jahren:
6
Monate
*
bei
einer
Wohndauer
von
mehr
als
8
Jahren:
9
Monate

 

REPARATUR, MIETKAUTION & NACHMIETER

* Reparatur: Vom Mieter signalisierte Mängel müssen Vermieter beseitigen, ansonsten kann es zu einer Klage für eine Mängelbeseitigung kommen. In besonders schweren Fällen haben Vermieter keine bestimmten Fristen, sondern müssen sofort handeln, zum Beispiel, wenn im Winter die Heizung ausfällt. * Mietkaution: Vermieter dürfen, müssen aber nicht, eine Mietkaution zur Absicherung verlangen. Die absolute Obergrenze beträgt drei Monatsmieten ohne Nebenkostenvorauszahlung. Nachdem das Mietverhältnis beendet wird, muss der Vermieter, wenn keine Mängel oder Sonstiges festgestellt wurde, den Kautionsbetrag inklusive Zinsen und Zinseszinsen (falls die Kaution auf ein Sparbuch oder Ähnliches angelegt wurde) zurückzahlen. * Nachmieter: Mieter, die kein Sonderkündigungsrecht besitzen, aber dennoch vorzeitig aus ihren Verträgen aussteigen möchten, können versuchen, dem Vermieter einen Nachmieter zu stellen. Theoretisch müsste im Mietvertrag eine sogenannte Nachmieterklausel enthalten sein, jedoch lassen sich die meisten Mieter auch ohne die Klausel auf den „Mietertausch“ ein.

 

AUSZUG: DIE WOHNUNG MIT GUTEM GEWISSEN VERLASSEN

Auch wenn die meisten Menschen beim Auszug in Gedanken bei der neuen Wohnung sind, sollte man darauf achten, das aktuelle Heim ordnungsgemäß zu verlassen. Folgende Tipps können Ihnen dabei helfen:

1.
Rechtzeitig
kündigen:
Die
Kündigung
muss
innerhalb
von
drei
Monaten
schriftlich
erfolgen,
wenn
im
Vertrag
nicht
anders
festgelegt.
2.
Wohnungsübergabeprotokoll
erstellen:
Mieter
und
Vermieter
sollten
sowohl
zu
Beginn
als
auch
Ende
des
Mietverhältnisses
ein
Wohnungsübergabeprotokoll
erstellen,
um
später
Streit
und
teure
Auseinandersetzungen
zu
vermeiden.
3.
Zählerstände
notieren:
Bei
Übergabe
der
alten
Wohnung
sollten
Mieter
die
Zählerstände
für
Wasser,
Strom
und
Gas
bereithalten
und
in
ihrem
Übergabeprotokoll
notieren.
4.
Schönheitsreparaturen:
Mieter
müssen
bei
Auszug
renovieren,
wenn
es
im
Vertrag
vereinbart
ist.
Gültig
sind
jedoch
nur
Klauseln,
die
eindeutig
sind.
Klauseln
wie:
„Eine
Renovierung
ist
bei
Bedarf
nötig“
ist
ungültig.
5.
Sperrmüll:
Ein
Umzug
ist
eine
gute
Möglichkeit,
alte
Dinge
wegzuwerfen.
Überschauen
Sie
frühzeitig
Ihr
Inventar
und
entscheiden
Sie,
welche
Dinge
in
die
neue
Wohnung
wandern
und
welche
nicht.

 

SPARTIPPS: DEN UMZUG GÜNSTIGER GESTALTEN

Abschließend haben wir noch einige Tipps zusammengefasst, mit denen Sie beim Umzug sparen können, schließlich ist dieses Vorhaben in der Regel ein nicht günstiges Unterfangen:

*
Steuervergünstigungen:
Durch
einen
Umzug
entstehende
Kosten
können
Betroffene
von
der
Steuererklärung
absetzen.
Der
Steuerberater
kann
hier
weiterhelfen.
*
Umzugskostenpauschale:
Die
Umzugskostenpauschale
können
Sie
ebenfalls
von
der
Steuer
absetzen.
Auch
hier
hilft
der
Steuerberater.
*
Umzugsunternehmen
&
Helfer:
Bevor
ein
Umzugsunternehmen
oder
Helfer
engagiert
werden,
sollte
man
sich
im
Internet
über
die
Firmen
informieren.
Vergleichsportale
führen
ausschließlich
vertrauenswürdige
Unternehmen.
Bei
Privatanzeigen
ist
Vorsicht
geboten,
Helfer
und
Umzugsfirmen
besitzen
häufig
keine
Versicherung,
das
kann
im
Notfall
teuer
werden!