Lätzchenlied

Petra Kirchner

Jetzt gibt’s ein Festtagsmahl mit Schmalz,
drum nehmt den Latz jetzt um den Hals, das Lä-ätzchen.
Um uns wär es gar schlecht bestellt gäb es auf dieser schönen Welt,
zum Essen gar kein Lä-ätzchen, kein Lä-ätzchen.

Denn schon als kleiner Windelmatz
band man uns um den Schlabberlatz, das Lä-ätzchen.
Die Herr’n bekleckern gern den Bauch,
drum folget heut dem alten Brauch
und bindet um das Lä –ätzchen, das Lä-ätzchen.

Die Damen sind woanders dick,
da fällt oft drauf ein Missgeschick, auf’s Lä-ätzchen.
Drum soll die Bluse bleiben rein,
ein Latz muss drauf gebunden sein,
ein Latz muss drauf gebunden sein, ein Lä-ätzchen.

Und gebt ihr Eurem lieben Schatz
Nach jeder Mahlzeit einen Schmatz, ein Schmä-ätzchen.
So wischt den Mund erst mit dem Latz,
denn sauber schmecken muss ein Schmatz,
denn sauber schmecken muss ein Schmatz, ein Schmä-ätzchen.

Und die Moral von der Geschicht’,
vergesse nie dein Lätzchen nicht, dein Lä-ätzchen.
Und hast du’s einmal nicht zur Hand,
dann nimm ganz einfach Deine Hand,
doch besser ist ein Lä-ätchen, ein Lä-ätzchen!

(Bitte singen nach der Melodie: „Das Wandern ist des Müllers Lust.“)