Gedanken an Peter

eingesandt von Petra Felden

Zur Erklärung des Gedichts: Meine Eltern wohnten damals (1953) in Lörrach und fuhren an die Ostsee in Urlaub. Im Urlaub (1.08.53 -17.08.53) ist dann überraschend mein Bruder Peter (den ich nie gekannt habe, da ich Baujahr 1960 bin) an Hirnhautentzündung gestorben. Er war damals gerade mal 4 ½ Jahre alt.

Vielleicht spendet dieses Gedicht allen betroffenen Eltern oder Angehörigen Trost.

Ein lang ersehnter Urlaub ist vorüber.-
Den höchsten Preis hat Gott dafür verlangt.
Ich höre noch die frohen, kleinen Lieder,
ich höre noch der hellen Stimme Klang!

Wie freutest Du Dich auf die große Reise;
Und wir, wir freuten uns mit Dir.
Der Norden grüßte uns auf seine Weise,
da öffnete sich sacht die Himmelstür!

Dein kleines Herzchen hörte auf zu schlagen.
Still gingst Du von uns, ließest uns allein.
Oh Peter, hörst Du Deiner Eltern Klagen?
Wie können wir noch einmal froh und glücklich sein?

Wie ist das Leben doch so öd’ und leer
Seit dem Du nicht mehr bei uns bist.
Nie hören wir Dein frohes Lachen mehr.
Wie lieb hast Du uns oft geküsst!

Du wirst stets unvergessen sein,
mein lieber Sonntagsjunge Du;
spielst wohl schon mit den Engelein,
Gott schenke Dir die ewige Ruh’!