Das etwas andere Festmahl

Alexandra Dietz

Weihnachten nun ja

ist bis auf Kleinigkeiten wie jedes Jahr.

Kuchen und Plätzchen backen,

ein wenig Holz noch hacken.

Den Baum noch schmücken,

das hat auch so seine Tücken.

Der Vater in dem Sessel sitzt

und vor Freude mit den Augen blitzt.

Den Braten noch schnell in den Ofen

nun beginnt das große Hoffen.

Die restlichen Geschenke verpacken,

denn die Zeit hängt Ihr im Nacken.

Schick machen muss sie sich auch,

das ist ein typischer Weihnachtsbrauch.

Schnell noch nach dem Braten sehen

wo einem die Düfte schon entgegen „wehen“.

Es verfolgt einen bis zum Tisch

gab es nicht erst gestern Fisch?

Mit Raumspray bewaffnet in den Raum zurück,

man kann nichts mehr riechen welch ein Glück.

Nun können die Gäste kommen

hoffentlich werden sie vom Geruch nicht benommen.

Die Kerzen am Weihnachtsbaum anzünden,

dann noch schnell ins Bad verschwinden.

Nun kann man endlich starten,

und auf die Gäste warten.

Es klingelt die Gäste kommen, sie wandern zu Tisch

und alles im Raum riecht ganz frisch.

Das Essen, glaubt ich, ist bestimmt perfekt

doch was sonst niemand entdeckt

ist etwas in der Küche passiert

wo die Hausfrau ihr Leben riskiert.

Sie schreit: „Um Himmelswillen

der Braten hat seinen eigenen Willen!

Er wird immer größer, was hab ich nur falsch gemacht?

hab ich vorher etwa nicht nachgedacht?

Das Unheil nimmt nun seinen Lauf

Sie wartet nur noch gespannt darauf.

Der Braten wölbt sich sehr verdächtig

dabei sah er zuvor aus so prächtig.

Des Vaters Gesicht wird immer nervöser

der Braten derweil größer und größer.

Den Rotkohl schnell auf die Platte getan

denn das Festmahl fängt gleich an.

Der Braten in dem Bratenschlauch

Wird immer größer und bekommt nen Bauch

Dann gibt es einen lauten Knall

und das Fleisch fliegt durch die Luft, im Freien Fall.

Das Essen kann man nun vergessen

der Schaden ist kaum noch zu ermessen.

Bedruckst geht sie zur Küche raus

Und sagt nur noch: „ Das Festmahl fällt leider aus.“

Die Gäste, vorher noch beglückt

Gehen nach Hause, sehr bedrückt

Weil Weihnacht ist das Fest der Feste

Jeder will ja nur das Beste

Doch auch hier wie Überall

Klappt meist nicht alles, wie hier der Fall