Eine Weihnachtsgeschichte für jeden Tag

Es war einmal ein kleines Licht.
Weil es Angst vor dem Verlöschen hatte,
machte es sich auf die Suche
nach einem großen Licht, das bleibt.
Bald traf es ein Licht, das bleibt.
„Wohin gehst du?"
„Ich habe Angst vor dem Verlöschen
und suche ein Licht, das bleibt."
So gingen sie miteinander.
Unterwegs kam noch ein Licht dazu,
und noch eins ` zuletzt waren es viele.
Die kleinen Lichter waren sehr müde.
Auf einmal sahen sei einen Stein,
der im Dunkeln leuchtete.
„Stein woher hast du dein Leuchten?"
„Geh weiter ` und ihr werdet sehen."
Dann kamen sie zu einem Stück Holz.
„Holz, woher hast du dein Leuchten?"
„Geht weiter ` und ihr werdet sehen."
Und zu einem Blütenbaum.
„Blütenbaum, woher hast du dein Leuchten?"
„Geht nur weiter ` gleich werdet ihr sehen."
So gingen sie mit letzter Kraft.
Plötzlich standen sie
vor einem großen, hellen Licht.
Es war um ein Kind, das in der Krippe lag.
Den kleinen Lichtern klopfte das Herz.
Sie wagten sich nicht weiter.
„Fürchtet euch nicht", sagte das Kind,
„ich bin das Licht der Welt.
Wer zu mir kommt,
wird nicht im Finstern leben."
Und es lächelte ihnen entgegen
und segnete sie.
Da wurde ihre Flamme stark und still.
Auf dem Rückweg und zu Hause
erzählten sie allen von dem großen Licht,
das bleibt und das sie jetzt in sich tragen.