Gastronomisches Weihnachten

Peter Fahnler

Weihnachten, das kommt jetzt bald,
durch den bergisch-grünen Wald,
zu den vielen alten Gnomen -
und auch zu den Gastronomen.

Und sind diese doch im Warmen,
stöhnen sie, ja diese Armen:
„Ach es ist soviel zu tun,
könnt ich doch auch einmal ruhn.

Wer soll das denn alles schaffen,
schau mal, wie die Gäste gaffen.
Haben die denn keine Zeit ?
Ach mein Gott, es ist so weit!“

Immer jagen und nur rennen,
nachts, da kann man auch nicht pennen,
denn am nächsten Tag, ja dann `
kommt die nächste Feier dran.

Und die Kellner, ach die Guten,
deren Herz muss recht oft bluten,
weil das Trinkgeld oft nicht stimmt
ja, dann sind Sie auch vergrimmt.

Immer gute Miene machen,
über jeden Spruch noch lachen,
denn der Gast ist König ` immer;
manchmal geht es nicht mehr schlimmer.

Zu den Köchen kommt das Fest, ja auch,
dies ist nicht nur alter Brauch.
Wer sonst soll die Gans gut braten?
Sie muß immer doch schön geraten.

Da steht er dann, und schwitzt und schreit:
„Ich bin fertig ` ich bin bereit,
wo bleibt der Gast ` ja wird‘s denn bald,
ich kann nicht mehr warten, es wird ja kalt!“

Was stöhnt ihr denn? Seid lustig und froh,
es ist nicht zu ändern, es ist einfach so.
Alle Kraft noch zusammengerafft,
noch ein paar Tage, dann ist’s geschafft