Zum 40. Geburtstag eines Bekannten

Arnd Rademacher

Nun hat die Zahl die Null am Ende,
etwas runzeln schon die Hände.

Falten gibt’s an allen Seiten,
welche Mühsal dir bereiten:

Wenn’s die Kopfhaut nicht erlaubt,
wird der Hut halt aufgeschraubt.

Auf dem Kopf das Haar wird licht,
länger wirkt nun dein Gesicht.

Einen Glatzkopf,
wie bei Alten,

wird der Schöpfer dir gestalten.
Doch die Pläte, Sonn’n verbrannt,

wird als lange Stirn benannt. Abhilfe schafft nur dagegen:
Brauen streng nach hinten legen.

Fällt das Haar, wie Laub von Bäumen, dir vom Kopf, sogar beim Träumen,
kann es nur das eine heißen, Zähne fest zusammenbeißen,

denn, jetzt kommt das große Bangen, deine Jugend ist gegangen
Selbst das Haar hat dich verlassen,

kahle Stellen, groß wie Tassen.

Statt sich gräulich zu verfärben, einfach klanglos abzusterben.
ist nicht g’rad’ die feinste Tugend

und der Traum von ew’ger Jugend
ist mit glanzpolierten Stellen, ohne haargeformte Wellen,
ausgeträumt, trotz Haare spalten,

du gehörst jetzt zu den Alten.

Oder stehst du zu den kahlen, nicht mehr zu verberg’nen Malen.
Schließlich bist du, das bedenke

ein Jahr näher an der Rente.

Schaurig knackt’s in den Gelenken, oftmals musst du dich verrenken,
statt dich einfach nur zu bücken,

Essig ist’s mit Blumen pflücken. Kurz: Das Leben ist jetzt würzig.

D’rum gib’s zu: Du bist jetzt vierzig.