zum 85. Geburtstag von Josef

Heinz Dietz

Liebe Freunde, es ist wohl wahr:
Josef ist jetzt fünfundachtzig Jahr.
Gibt´s jemand, der gedacht dies sich,
Dass dieser Jüngling fünfundachtzig?

1921 geboren wurd er in Pforzheim,
Was begossen mit ner Flasche Wein.
Er Spielte mit der ganzen Kinderschar,
Ging dort zur Schule, bis er vierzehn war.

Nach Ettal musste er nun, nein, nicht zur Kur,
Nein, dort machte er sein Abitur.
Was dann kam fiel ihm sichtlich schwer:
Arbeitsdienst und Militär.

Nach dieser schlimmen schweren Zeit
Wurd es nicht besser liebe Leut:
Pforzheim lag total im Schutt,
Vaters Firma war auch kaputt.

Fünf Jahre, voll Arbeit, Müh und Plag
Mit Maschinen, auf denen Geröll noch lag
All dies hat Josef nicht verdrossen,
1950 den Anfang der Firma genossen.

Er arbeitete bei Tag und bei Nacht,
Hat`s mit der Firma zu was gebracht.
Er leitete sie all Tag und Jahr,
Bis er dann 60 Jahr alt war.

Einundachtzig, als es ein Jahr später war,
War etwas mit dem Herzen nicht so klar.
Er wollt´s nicht glauben, hat lamentiert
Und wurd dann doch noch operiert.

Nachdem dann besser waren die Arztbefunde,
Kam er Dreiundachtzig zur Herzsportrunde.
Mit Freud noch dabei wie am ersten Tag -
Man merkt, dass er diesen Sport doch mag.

Stolz bin ich, ihn zu kennen,
Weil wir ihn unser Vorbild nennen.
Mit innerer Stärke und großer Kraft
Er noch die schwersten Hürden schafft.

Nicht jeder kann heute sagen,
Einen Kamerad wie ihn zu haben,
Den man aufschaut und bewundert,
Als wär er Sportler noch mit hundert.

Ich möchte jetzt schließen, stoß auf ihn an,
Damit ich auch mal trinken kann.
Wünsche ihm Glück und sehr langes Leben,
Weil es soll noch viele Feste wie dies hier geben.