Es ist Geburtstag heut

Eingesandt von Bettina Fischer

Es ist (Namen einfügen) Geburtstag heut,
drum sitzen und stehen hier Verwandte, Freunde und sonstige Leut,
doch keine Angst, wir wollen (noch) nicht singen,
wir wollen Dir nur etwas Nützliches bringen!

Keine Frage, solch eine pompöse Feier kostet viel Geld,
doch das war Dir nicht neu; Du lebst ja schon länger auf der Welt,
und zahlst Du nicht pünktlich, kommt der Wirt mit ´ner Klage,
drum helfen wir Dir alle mit 5 Cent, keine Frage.
(5 Cent-Stück in den Hut werfen)

Hmmm, in der heutigen Zeit bei der Inflation
sind 5 Cent ja eigentlich der blanke Hohn.
Deine Feier ist Klasse, das Essen (die Suppe) war gut,
kommt Freunde, von jedem 1 Euro in den Hut.
(1 Euro-Stück in den Hut werfen)

Wir haben gegessen und trinken noch immer,
was das alles kostet – ihr habt keinen Schimmer.
Niemand kann Knete so von den Bäumen pflücken,
so lasst uns einen Zweier in den Hut noch drücken!
(2 Euro-Stück in den Hut werfen)

Lang haben wir überlegt, was sollen wir Dir schenken,
aber Du hast doch schon alles, waren unsere Bedenken,
deshalb stärken wir Deine Finanzen mit aller Macht,
jeder gibt Dir 5 Euro, das wär‘ doch gelacht.
(5 Euro-Schein in den Hut werfen)

Vor so einer großen Feier können Alpträume quälen,
ob vielleicht nicht doch noch Moneten fehlen,
Schulden machen, o nein, o nein –
deshalb gibt Dir jeder einen 10-Euro-Schein.
(10 Euro-Schein in den Hut werfen)

Bevor es zu Ende geht mit unserem Geld,
fragen wir: hast Du für uns schon ´ne Runde bestellt?
Wenn JA, dann geben wir gerne Ruh
und legen Dir noch einen „Zwanziger“ dazu.
(20 Euro-Schein in den Hut werfen)

Aber STOP! Laßt uns mal ´ne Pause machen!
Mit unserer ganzen Knete hättest Du gut lachen!
Auch Kleinigkeiten können eine Freude sein,
los, Leute, zurück mit dem 20-Euro-Schein.
(20 Euro-Schein aus dem Hut nehmen)

Du feierst hier wirklich in Saus und in Braus,
und um Dir zu gefallen, gaben wir für Klamotten viel aus,
das war richtig teuer an vornehme Fummel zu kommen,
drum hurtig den Zehner wieder an sich genommen.
(10 Euro-Schein aus dem Hut nehmen)

Außerdem haben wir uns so gedacht,
die Anderen haben doch auch schon was mitgebracht.
Darum schnell unsere Fünfer wieder heraus,
die verbraten wir lieber selber zu Haus.
(5 Euro-Schein aus dem Hut nehmen)

Bevor uns jetzt die Empörung überollt,
Du hast diese Feier schließlich gewollt,
DU must bezahlen und nicht wir,
raus mit dem Zweier, der ist gut für ein Bier.
(2 Euro-Stück aus dem Hut nehmen)

Du bist jetzt wohl sauer, das können wir uns denken,
aber glaubst Du, wir hätten soviel Schotter zu verschenken?
Geld bleibt Geld, darum wollen wir uns nicht schämen,
wenn wir jetzt auch noch den letzten EURO rausnehmen.
(1 Euro-Stück aus dem Hut nehmen)

Und wirkt das Ganze auch impertinent,
wir schämen uns nicht, auch wenn man uns kennt,
wir nehmen auch noch den Groschen, den Rest
und bedanken uns herzlich für das schöne Fest!
(Rest aus dem Hut nehmen)

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Man kann es Dir ansehen, der Ärger ist groß,
und man sieht wie Du grübelst, wie räche ich mich bloß.
Aber weg mit dem Ärger und mit dem Verdruß,
wir schenken Dir dieses – und damit Schluß!
(Gutschein überreichen.)