Dankesgedicht an die Gäste: 2 x 70 Jahre = 140

Astrid und Günther Würdemann

 

 

Im [Monat] luden wir Euch ein.
Ihr habt es wohl vernommen.
So sind wir heut´ nicht ganz allein,
die meisten sind gekommen.

Wir grüßen Euch, Ihr lieben Gäste,
die Ihr den Weg zu uns gefunden,
um heut‘ an unserem Ehrenfeste
des Tages allerschönste Stunden
mit uns gemeinsam zu verbringen.

Bei so viel Glanz und Fröhlichkeit
wird es uns wohl gelingen,
da sollten wir der Traurigkeit
bestimmt kein Ständchen bringen.

Wir danken Euch, so ist es Sitte,
für alles, was Ihr uns beschert.
Drum fühlt Euch wohl in unserer Mitte,
seid heiter, lustig, unbeschwert.

Die Wünsche, die Ihr uns gebracht,
in vollem Maße über uns ergossen,
die haben wir, wie‘s auch gedacht,
in unsere Herzen eingeschlossen.

Wenn man auch 70 Lenze zählt,
gehört man nicht zum alten Eisen,
ist noch von Tatendrang beseelt
und will sich täglich neu beweisen.

Wir sind noch beide gut auf Zack,
fühl‘n rundherum uns jung
und treten auf im Doppelpack
mit altbekanntem Schwung.

Mit 70 darf man auch noch träumen,
teilhaben an des Lebens Lauf.
Wollt‘ man des Alters Chance versäumen,
dann gäbe man sich selber auf.

Bevor wir nun mit heit‘ren Dingen
die nächsten Stunden woll‘n verbringen,
seid still und haltet ein:
Wir dürfen diesen Tag erleben,
doch vielen ist‘s nicht mehr gegeben,
bei uns zu Gast zu sein.

Lasst zwischen Feiern und Geschenken
uns all der Lieben still gedenken,
die uns den Lebensweg bereitet,
die uns ein großes Stück begleitet,
die mit uns trugen Freud und Leid,
die oftmals Rat zu geben wussten,
die aber leider vor der Zeit
für immer uns verlassen mussten.

Ich weiß, dass mancher sich dran stört
und solche Worte nicht gern hört.
Sie machen allzu sehr betroffen
und wollen doch so recht nicht passen,
derweil wir alle ausgelassen
auf einen schönen Abend hoffen.

Bedenkt, zu jeder Stunde Glück
gehört stets auch ein Blick zurück,
der uns erinnert, unverstellt:
Wir sind nicht ewig auf der Welt.

Nun möchte‘ ich länger nicht verweilen,
die Speisen sind schon/gleich aufgetischt.
Ich will zum Schluss mich schnell beeilen,
sonst ist das Essen nicht mehr frisch.

Lasst flüssig uns das Fest begießen,
egal ob Wein, Saft oder Sekt.
Kein Kummer mög‘ es uns vermiesen.
Die Lebensgeister sind geweckt.

Nur frohe Mienen woll‘n wir seh‘n
am heut‘gen Tag. Er ist zu schön.
Drum hebt mit uns das Glas getrost.
In diesem Sinne sagen wir: PROST.