Adventsgedichte haben Tradition

Gedichte zum Advent gibt es schon seit vielen Generationen. Berühmte Klassiker finden sich besonders im 18./19. Jahrhundert, z.B. von Rainer Maria Rilke, Johann Wolfgang Goethe oder Joseph von Eichendorff. Sie entführen uns in eine Traumwelt und schenken uns mit ihrer lichtvollen, warmen Stimmung Augenblicke der Ruhe und Einkehr. Diese vorweihnachtliche Magie, die heute vor lauter Geschäftigkeit kaum noch spürbar ist, können wir uns durch solche Texte wieder einladen. Die weihnachtlichen Klassiker versetzen uns in eine Zeit, als Familien sich noch öfter gemütlich am Kachelofen trafen, gemeinsam Gedichten zum Advent gelauscht haben oder Geschichten erzählt.

Neuzeitliche Gedichte zum Advent

Doch auch aus der Neuzeit gibt es viele wundervolle Adventsgedichte. Sie treffen häufig eher das Sprachverständnis der heutigen Generationen, greifen aktuelle Themen auf oder zaubern uns ein Schmunzeln ins Gesicht. Jedes Lächeln hilft uns, innerlich zu entspannen und uns leichter zu fühlen. Sie regen uns an, unsere Gewohnheiten zu überdenken, wie wir die Vorweihnachtszeit verbringen. Auch Texte in regionalen Dialekten sind eine willkommene Abwechslung zu bereits bekannten Versen.

Sinn und Zweck der Adventszeit

Menschen, die nicht traditionell christlich aufgewachsen sind, wissen teilweise gar nicht mehr, warum wir eigentlich die Adventszeit begehen. Das Wort Advent kommt aus dem lateinischen und bedeutet „Ankunft“. Natürlich ist damit die Ankunft von Jesu Christi gemeint, die festlich vorbereitet wird. Die Adventszeit in der heute bei uns üblichen 4 wöchigen Form geht auf das Ende des 7. Jahrhunderts zurück und wurde ursprünglich als Fastenzeit erlebt. Von dieser Ruhe und Enthaltsamkeit ist heute nicht mehr viel übrig geblieben. Adventsgedichte können uns hier wieder etwas mehr mit diesem ursprünglichen Zweck verbinden – der besinnlichen Vorbereitung des Weihnachtsfestes. Die 4 Adventsonntage haben jeweils verschiedene Schwerpunkte in der christlichen Liturgie, also der Form und Abläufe des Gottesdienstes

Rituale zur Vorweihnachtszeit mit Adventsgrüßen verbinden

Aus dieser Tradition heraus haben sich viele Rituale entwickelt, die wir auch heute noch begehen. Einer der bekanntesten Bräuche ist sicherlich das Aufstellen oder Aufhängen eines Adventskranzes. Die 4 Kerzen symbolisieren dabei das Licht, welches durch Jesus Christus in die Welt kommt. Wie wäre es, mit jeder Kerze, die an einem Adventsonntag entzündet wird, auch einige Adventsgedichte zu lesen? Damit können wir diesem kleinen Ritual noch eine größere Kraft geben und es bewusster wahrnehmen.
Auch der Adventskalender gehört zu den festen Bräuchen, die wir seit Beginn des 20. Jahrhunderts regelmäßig pflegen – inzwischen nicht nur für Kinder. In den letzten Jahren gewinnen selbst befüllte Adventskalender immer mehr Zuspruch. Diese können durch kleine Adventssprüche oder -gedichte etwas ganz besonderes werden. Sehr persönlich wird es, wenn solche Adventssprüche nicht nur gedruckt, sondern handgeschrieben und schön gestaltet werden. Denn wer sagt, dass Malen und Basteln nur den Kindern vorbehalten ist?

Adventsgedichte gegen den Konsumrausch

Beim Thema Vorweihnachtszeit gehört es auch irgendwie dazu, einmal einen Blick auf unser Konsumverhalten zu werfen. Denn es passiert leider viel zu häufig, dass die Vorweihnachtszeit eine Jagd nach den besten Schnäppchen, tollsten Angeboten und grandiosesten Geschenken wird. Für die Wirtschaft ist das Weihnachtsgeschäft eine wichtige Größe im Jahresumsatz. Doch letztlich geht durch all das Shoppen der Sinn der Weihnachtszeit schnell verloren. Manche Menschen haben wirklich Freude am Schenken und Geschenke aussuchen. Das ist auch schön. Aber häufig artet die Suche nach dem perfekten Geschenk in Stress aus, in eine Art Zwang. Das sollten wir uns besser sparen. Auch dazu können Adventsgedichte einen wertvollen Beitrag leisten – sei es in Form von adventsgrüßen statt Süßigkeiten oder als Präsent.
Vielleicht regen die Gedichte zum Advent auf dieser Seite ja sogar dazu an, ein paar eigene Zeilen zu verfassen und etwas Individuelles zu verschenken, das wirklich von Herzen kommt.

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