Geschenke-Regen

Von diesem Fest erhielten auch noch andere Menschen Kunde, denn seit langem ist dieser Termin in aller Munde. Auf Glückwünsche und Geschenke wollten auch sie nicht verzichten, konnten selbst nicht erscheinen, drum soll ich´s für sie richten.

Lieber Karl-Heinz, Du hast Glück, gehörst nicht zu „de faule Säcke“,
drum gratuliert herzlich der oberste Recke.
Nimm mit den Segenswünschen von Kanzler Schröder
als süffiges Geschenk ein Hasseröder.

Du wirst es kaum glauben, jetzt staunst Du wohl,
es beglückwünscht Dich selbst noch Ex-Kanzler Kohl.
In der Gratulanten-Reihe steht er immer noch vorn,
zur Erheiterung schenkt er Dir ´n lütten Korn.

Erst recht der „rauhe Johannes“, der neue Bundespräsident,
der Dich – lt. eigenen Angaben – lange schon kennt.
Er hat viele Termine, drum kann er aus Berlin nicht weichen,
also läßt er Dir ein Päckchen Tee überreichen.

Auch Rudolf Scharping läßt Salutsalven überbringen,
würde Dir gerne ein Ständchen singen,
doch er hat Dienst, muß per Rad auf die Streife,
drum schickt er Dir schnell noch ein Stückchen Seife.

Natürlich führt Joschka Fischer, unser Außenminister
auch Deinen Namen in seinem Register.
Beim nächsten Marathonlauf will auch er mal mit rasen,
schickt heute schon Pflaster, für die Blasen.

Auch von der Telefon-Auskunft kriegst Du was geschenkt –
Verona Feldbusch hat sich´s „ausgedenkt“.
Sie schickt es von der Poststelle der Stadt Wolfen:
„ 11 88 0 „ - da werden Sie geholfen !
Was es ist? – Du errätst es sicher schon:
Klar, eine Chip-Karte für´s Telefon.

Steffi Graf grüßt herzlich vom Tennisfeld;
Für ein Geschenk fehlt ihr gerade das Geld.
Doch sie schickt mit ´m Glückwunsch auf jedem Fall,
von ihr einen alten Tennisball.

Boris Becker mußte auch an Dich denken,
wußte erst nicht, was er sollte schenken.
Dann fiel es ihm ein: „Du rennst viel schneller,
ißt Du tagtäglich ein Glas „Nutella“.

Erik Zabel vom Team Telecom wollte Dich auch überraschen,
er bedenkt Dich allerdings nicht mit „Was zum Naschen“.
Ein Päckchen zum Fahrradreifen-flicken,
ließ es aus dem Trainingslager per Eilpost schicken.

Aus Italien läßt Maestro Trappatoni grüßen,
hoffentlich muß ich die Übermittlung in dieser Runde nicht zu arg büßen.
Er war in Geschäften, rannte hin und her,
fand überhaupt nichts, außer „eine Flasche leer“.

Kommen wir nun zum Ende, aber nicht ganz zum Schluß:
Noch persönlich von Kaiser Franz einen Gruß.
Seine Frau rief an, er müsse zum FC Bayern,
drum schickt er Dir ´n Karton mit 10 Eiern.

Lieber Karl-Heinz, Deinem Blick ist zu entnehmen
die Enttäuschung! - Die haben ja kaum was gegeben.
So ist das halt mit der Prominenz in der Welt:
Zwar ein Herz, große Klappe, nur niemals Geld!
Ich fand´s ja auch etwas mickrig,
für so ´nen runden Geburtstag gar nicht schicklich.

Doch halt, es war mühsam, aber ich hab´s ja geschafft –
Und noch ´n paar tolle Geschenke zusammengerafft.

Gloria von Thurn und Taxis, die Gute,
jeder weiß, von adeligem Blute,
läd´ zu einer Schloßbesichtigung für zwei -
Karl-Heinz, Du bist mit Ingrid dabei!

Maestro Trappatoni plagte wohl das schlechte Gewissen
Von wegen „Flasche leer“ – ich fand ´s ja auch beschissen.
Drum hat er nun keine Kosten gescheut,
um zu erfreuen Karl-Heinz hier heut´.
Ein italienisches Essen für Dich und Ingrid – im Mondenschein –
Schickt er als Beitrag zum Glücklichsein.

Herr Kaufhof, mit unserem Geld stets beglückt,
hat endlich auch noch ´n Geschenk rausgerückt.
Da er ein Mann ist mit großem Herzen,
wird das Geschenk er ja wohl verschmerzen.
Ein Kaffeegeschirr, es soll sich ja lohnen,
            schenkt er, nicht für 2, nein, für 10 Personen.

Die Spannung wächst, die vorletzte Gabe,
das ist ´n Hammer – mein lieber Schwabe!
Ein Wochenende für zwei konnt ich für Dich besorgen,
heute wird gefeiert, es gilt erst ab morgen!
Ein paar einsame Stunden gibt´s nur für Euch zwei,
treibt´s nicht zu bunt, sonst seid Ihr bald drei.
Ach ja, der Sponsor für Euer „Wochenend-Geschmuse“
Ist eine SIE, genannt BEATE Uhse.

Doch als ER das hörte vom Wochenende,
Genau den mein´ ich, den Papst, die Legende.
Da rief er bei Andrea Fischer an, der zierlichen kleinen,
ja, bei der Bundesgesundheitsministerin, das will ich wohl meinen.
Jetzt schickt er Dir - mit Segen - ein Kreuz aus Rom.
Was schickt wohl die Fischer? – Ganz klar: Ein Kondom.

Genug jetzt der Worte, genug mit Präsenten,
überreicht von meinem hübschen Assistenten.

Und mein Vortrag – oft grauslig und minderwertig,
ist nun zu Ende. „Ich habe fertig !“