Das Frühstückschaos... Oder: Mama macht Ferien!

Kerstin Weber

Ich pack die Koffer und draußen schneit`s,
und schon gibt es einige Streits.
Wer versorgt die Pälgerplagen,
ich sag euch, des sind Fragen.

So du musst den Kindern trotzen,
und ich tu in meinen Urlaubsplan nei glotzen.
Setz mich gern ins Flugzeug nei,
flieg dann direkt am Ballermann vorbei.

Ach ist das nicht famos,
jetzt geht der Alltag ohne mir los.

Er trappt an und weckt die Früchte unserer Lenden,
um eine Verspätung abzuwenden.
Man hört es ziemlich lauthals kreischen,
auch das alle an den Türen reissen.

Doch las ich mich davon nicht stören,
denn ich hab endlich Ferien.

Holper, polter, trappel und stampf,
Mensch ist das ein riesen Kampf.
Gleich sitzen alle mit viel Schwung,
um unseren großen Tisch herum.

Schwitzend kämpft mein Mann mit der Wurscht,
derweil haben die Kinder durscht.
Kaba, Kaba aber schnell
dröhnt es mit donnerndem Gebell.

Doch las ich mich davon nicht stören,
denn ich hab endlich Ferien.
Er schafft Akkord, ach was ein Pech,
die Kinder sind jetzt richtig frech.
Die Speisung der widerspenstigen ist vollzogen,
es wird hurdig, hurdig angezogen.

Laute Kinderstimmen sind zu hören,
Wo bleibt ihr denn ihr Gören.
Wo ist der Schuh, wo ist die Jacke,
hör ich ihn fluchen, so eine Kacke.

Doch las ich mich davon nicht stören,
denn ich hab endlich Ferien.

Mit Sportbeutel, Turnschuh, und Badehos,
weil ohne die Sachen geht es nicht los.
Mit Schweiß überströmt rennt der Mann durchs Haus,
er muss nun aber schleunigst raus.

Der Bus kommt bald, sie müssen rennen,
das kommt vom langen pennen.
Die Meute flitzt im vollen Zahn,
schon hängt der erste an der Haustüre dran.

Doch las ich mich davon nicht stören,
denn ich hab endlich Ferien.

Hurä, Bäbä, jetzt geht es erst richtig los,
schon seicht der kleinste sich in die Hos.
Meinem Alten laufen die Tränen,
und er tut sich furchtbar grämen.

Fliegend wird er umgezogen,
raus geht`s dann im großen Bogen.
Ich glaub es nicht, das Haus ist mein!!
Mein ganz allein!!


Nun sieht er mal der alte Sack,
Nun sieht er mal, mein armer Mann
was ich so den ganzen Tag so pack.
Was ich so alles machen kann.

Plötzlich hab ich nichts mehr zu lachen,
denn ich hör im Schloss den Schlüssel krachen,
weil den Bus haben sie nicht gekricht,

Deshalb ist die Moral von der Geschicht,
die Mutter darf in Ferien nicht.