Männer... Wir lieben Sie doch!

Christian Peisker

So unnütz wie Unkraut, wie Fliegen und Mücken,
So lästig wie Kopfweh und Ziehen im Rücken.
So störend wie Bauchweh und stets ein Tyrann,
Das ist dieser Halbmensch, sein Name ist "Mann".

Er steht nur im Wege rum, zu nichts zu gebrauchen,
Ist immer am Meckern und ständig am Fauchen.
Er ist auf der Erde, ich sag's ohne Hohn,
Vom Herrgott die größte Fehlkonstruktion.

Ein Mann wäre ohne uns Frauen verloren,
Er wär' ohne uns nicht einmal geboren.
Erst durch unsere Hilfe, wird mit viel Bedacht,
So halbwegs ein Mensch aus dem Schlappschwanz gemacht.

Ein Mann hält sich oft für unwiderstehlich
Und glaubt, schon ein Lächeln von ihm macht uns selig.
Stolziert wie der Hahn auf dem Mist,
Und merkt dabei gar nicht, wie dusslig er ist.

Fühl ich mich unwohl und kann kaum noch gehen,
weder sitzen, liegen oder stehen,
Dann sagt er: "Komm, mach nicht so nen' Wind".
Doch ist er krank, dann weint er wie ein Kind.

Mit dem Maul sind sie stark, da können sie prahlen,
doch wehe, der Zahnarzt bereitet mal Qualen.
Dann sind sie doch alle, verzeiht den Vergleich-
Ein Korb voller Fallobst, so faul und so weich.

Ein Mann ist ganz brauchbar, so er lange er noch ledig,
Da ist er noch schlank, sein Körper athletisch.
Da ist er voll Liebe und voller Elan,
Kaum ist er verheiratet, wird nichts mehr getan.

Mit Gold und Diamanten tat er Dich beglücken,
Das kriegt heute die Freundin, hinter Deinem Rücken.
Geht er mit Dir an einer Boutique vorbei, wird schnell abgelenkt,
Und Du kriegst nur noch einen Schnellkochtopf geschenkt.

Als Jüngling wollte er andauernd kosen und küssen,
Als Ehemann will er davon gar nichts mehr wissen.
Verlangst Du Dein Recht, dann wird er gemein,
Er gibt Dir's Gebiss und sagt: "Küss Dich allein !"

Doch pfeifen sie manchmal auch aus dem letzten Loch,
Da sind wir uns einig - wir lieben sie doch !