Sternenhimmel
Die Nacht ist
so dunkel, der Sternenhimmel so kalt geworden. Es fehlt
der grosse, schöne Morgenstern am Himmelszelt.
Dieser Stern der
schon da war bevor es mich gab, der Stern, der geleuchtet
hat als ich zum ersten Mal meine Augen öffnete,
der strahlte,
als ich meine ersten Schritte tat und der mich wärmte,
wenn das Leben so kalt war.
Der Stern, dessen
Weisheit mein Herz erfüllte und der
mir die Sonne wiederspiegelte, dieser Stern hat seine Laufbahn
verlassen.
Am Anfang war der Schmerz gross, doch immer wenn ich in
den Himmel hinaufblickte, war da noch ein Nachleuchten, ein
Schimmer und Freude kam in mein Herz.
Doch der Schein
wurde immer Schwächer und die Nacht
immer dunkler.
Manchmal suchen meine Augen den Himmel ab, hoffen, wie erblicken
ihn irgendwo, aber er wird nicht wiederkommen.
Andere Sterne
werden heller werden, das Himmelszelt wird eine neue Pracht
erhalten, aber nichts wird jemals die Erinnerung
auslöschen an den ruhigen Stern, der mir Geborgenheit
gab und dessen Lächeln über meinem Leben ruhte.
Danke Gott, dass
Du die Laufbahn dieses Sterns in Deiner Hand hältst.
Für meine
Mutter